| Ausrüstung |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator |
| Sonntag, den 31. Januar 2010 um 18:41 Uhr |
|
Hier erhalten Sie einen Überblick davon was ein Feuerwehrmann an Ausrüstung trägt, alles zusammen entspricht einem Gewicht von ca 35 Kilo Ausrüstung.
1.Helm Der Feuerwehrhelm besteht aus hochtemperaturbeständigem Aluminium oder Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Der Helm bietet einen umfangreichen Schutz bei Kontakt mit Chemikalien und Stoßeinwirkungen, sowie einem Schutz vor Stromeinwirkungen im Helminneren. Die beige-gelbe Farbe leuchtet nach dem Bestrahlen mit Licht nach. Zusätzlich ist noch ein silberner Reflexstreifen angebracht, sowie ein Nackenleder zum Schutz des Nackens .Zur Kennzeichnung von Funktionsträgern (z.B.: Gruppen- oder Zugführer) befinden sich rote Streifen an der Seite des Helmes. Die roten "Zahlen" auf der Vorderseite des Helmes verrät, dass der Träger des Helmes Atemschutzgeräteträger ist.
2.Einsatzjacke Sie hat einen hoch schließenden Kragen und insgesamt vier Taschen, in die zum Beispiel Taschenlampen und Funkgeräte passen. In Niedersachsen ist die Farbe der Einsatzüberjacke orange, daran befinden sich silberne Reflexstreifen, die die Sichtbarkeit bei Arbeiten im Verkehrsraum verbessern. Sie schützt vor großer Strahlungshitze und Flammeneinwirkung. Angenehmer Nebeneffekt: Im Freien schützt sie vor Kälte und Nässe. Die Einsatzjacke besteht aus drei Lagen Nomex. Die 1. Lage bietet Feuer- und Chemikalienschutz. Die 2. Lage ist atmungsaktiv aber wasserundurchlässig, sowie säurebeständig. 3. Lage ist die Wärmeisolation. Die Jacke widersteht 5 min 250° C und 10 sek. 800° C.
3.Feuerwehrüberhose Die Feuerwehrüberhose wird von dem Atemschutzträgern getragen. Sie schützt vor großer Strahlungshitze und Flammeneinwirkung. Angenehmer Nebeneffekt: Im Freien schützt sie vor Kälte und Nässe. Die Überhose besteht aus drei Lagen Nomex. Die 1. Lage bietet Feuer- und Chemikalienschutz. Die 2. Lage ist atmungsaktiv aber wasserundurchlässig, sowie säurebeständig. 3. Lage ist die Wärmeisolation. Die Hose widersteht 5 min 250° C und 10 sek. 800° C. Desweitern ist der Kniebereich zusätzlich gepolstert und verfügt über silberne und gelbe Reflexstreifen.
4.Einsatzhose Die Einsatzhose ist eine klassiche Latzhose welche aus schwer entflammbarem Material besteht, der Bauchlatz sorgt für einen besseren Schutz des Bauchbereiches. Die Hose verfügt an den Hosenbeinen über zwei silberne Reflexstreifen. Die Einsatzhose wird bei Atemschutzträgern immer zusätzlich unter der Feuerwehrüberhose getragen.
5.Handschuhe Innenhand und Rückhand bestehen aus Rindvollleder. Die Handschuhe verfügen über eine verlängerte Stulpe, zusätzlichen Knöchelschutz, Schlagaderschutz, sowie einem Innenfutter.
6.Breitgurt Hauptsächlich zur Eigensicherung wird der Breitgurt z.B. auf Leitern getragen. Mit ihm kann sich ein Feuerwehrmann in einer Gefahrensituation sicher aus Fenstern und vom Dach Abseilen und Retten. Auf Leitern kann er sich mittels des Karabinerhakens bei Arbeiten oder bei weiteren Problemen sichern. Auch das Feuerwehrbeil ist am Breitgurt befestigt. Häufig sind noch weitere Arbeitsmittel wie Taschenlampe, Messer oder Holzkeile an ihm befestigt. Atemschutzgeräteträger gehen grundsätzlich nie ohne ihn vor.
7.Einsatzstiefel Die Einsatzstiefel sind wasserdicht und bestehen aus mehren Lagen Leder. Sie verfügen über eine Stahlkappe und einer Stahlsole. Das tiefe Profil und der leichte Hacken sorgen auf jedem Gelände und auf Leitern für einen sicheren Stand.
Nun folgt die Ausrüstung die ein Feuerwehrmann für die Brandbekämpfung benötigt.
8.Hollandtuch Für Atemschutzgeräteträger wird als Nackenschutz ein so genanntes Hollandtuch eingesetzt. Dieses wird an Stelle des Nackenleders in den Helm eingeknüpft und besteht aus nicht brennbarem Aramidgewebe. Es ist mehrlagig aufgebaut und besitzt zwei "Lappen", die auf der Vorderseite mit einem Klettband miteinander verbunden werden. Somit ist der gesamte Halsbereich eines Atemschutzgeräteträgers im Falle einer Rauchgasdurchzündung oder eines Flashover geschützt.
9.Flammenschutzhaube Die Flammenschutzhaube wird von Atemschutzgeräteträgern über dem Kopf und unter dem Hollandtuch getragen. Sie ist zweilagig aufgebaut, ebenfalls aus Aramidgewebe und besitzt einen Brust- und Rückenlatz und ein flexibles Gesichtfeld, das sich um die Atemschutzmaske zieht und dicht abschließt. In Verbindung mit dem Hollandtuch des Helmes bietet die Flammschutzhaube optimalen Schutz vor den Gefahren eines Innenangriffes.
10.Atemschutzmaske Die Atemschutzmaske ist eine Schutzmaske primär zum Schutz der Atemorgane gegen Atemgifte. Als Bestandteil der Atemschutzausrüstung kann sie in Verbindung mit einem Pressluftatmemgerät (umluftunabhängig) und Atemschutzfiltern (umluftabhängig) verwendet werden. In der Atemschutzmaske herscht ein Überdruck von 4mbar dadurch kann der Feuerwehrmann leichter einatmen und im Falle von Undichtigkeiten kann kein giftiger Brandrauch ins Innere gelangen
11.Pa-Gerät (Pressluftatemgerät) Die Atemschutzgeräte haben Flaschen, in denen die Luft mit 300 bar gespeichert ist. Die Flaschen können aus Stahl, aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestehen. Da man die Luft nicht mit diesem hohen Druck einatmen kann, befindet sich vor der Atemschutzmaske ein Lungenautomat, dem ein Druckminderer vorgebaut ist. Dieser reduziert den Luftdruck von 300 bar auf den sogenannten Mitteldruck von 5 bis 8 bar (je nach Gerätetyp). Der Lungenautomat ist eine atemgesteuerte Dosiereinrichtung, die den Mitteldruck auf einen vom Menschen atembaren Niederdruck (im Millibar-Bereich) reduziert und nur die Luftmenge freigibt, die man einatmet. 300-bar- Druckluftflaschen haben mit 6 Liter Volumen das entspricht einem Luftvorrat von 1.636 l Atemluft. Im Durschnitt reicht dieser Luftvorrat für ca 30min.
12.Handfunkgerät (2meter) Durch das Handfunkgerät steht der Trupp immer im Kontakt mit der Einsatzleitung und anderen Trupps, so kann er jederzeit Lagemeldungen abgeben oder Unterstützung anfordern.
13.Sicherheitspacket (Saftypack) Im Sicherheitspacket sind Holzkeile zum verkeilen von Türen damit der Rückweg immer frei bleibt. Desweiteren kann es im Rauch passieren das man sich in Leinen oder anderen Stoffen verfängt, daher ist auch eine Gurtschere im Packet enthalten mit der man jeden Stoff schneiden kann.ein vesentlicher Bestandteil ist auch die Rettungsschlinge, damit lässt sich nach nur wenigen Sekunden eine bewusstlose Person mühelos von einem Feuerwehrmann ins Freie ziehen.
14.Feuerwehrleine Die Feuerwehrleine dient: -zur Menschenrettung (Personen zum herunter lassen aus Höhen einbinden) -zur Selbstrettung (Notabseilen im schnellen Rückzugs aus Gefahrenbereichen). -zur Rückwegssicherung (bsw. an der Eingangstür befestigen) -zur Eigensicherung / Sicherung von Geräten
Um den hohen Anforderungen des Feuerwehrdienstes gerecht zu werden, müssen Feuerwehrleinen regelmäßig überprüft werden. In Deutschland werden die Leinen einmal jährlich von speziell ausgebildeten Personen eingehend überprüft. Nach DIN 14920 muss sie 30 m lang sein, einen Durchmesser von 10 mm, eine Reißkraft von 14 kN (1,4 t) besitzen und weiß sein.
15.Feuerwehraxt Die Feuerwehraxt ist eine Axt, die für die besonderen Ansprüche im Feuerwehrdienst gestaltet ist. Nach Din 14900 verfügt sie sowohl über den herkömmlichen breiten Keil zum Schneiden und Zerkleinern von Holz, als auch über eine schmale, spitze Dexel auf der gegenüberliegenden Seite. Diese dient zum Einschlagen von Türen oder als Einreißhaken.
16.Luftholstrahlrohr Vorteile der Hohlstrahlrohre sind die mehrstufigen Verstellmöglichkeiten von Durchfluss und Sprühbild, was feinere Angriffstaktiken erlaubt sowie das "Griff"-Absperrorgan, dass ein schnelles öffnen und schließen des Rohres ermöglicht. Wegen der vergleichsweise guten und schnellen Einstellmöglichkeiten, der 360° frei drehbaren Kupplung setzen sich die C-Hohlstrahlrohre allmählich für die Verwendung im Innenangriff durch.
17.Schlauchkorb In solchen Schlauchkörben werden Feuerwehrschläuche üblicherweise an Brandorte transportiert, um dort aus diesen Körben zur Verwendung bei einem Einsatz möglichst rasch und unkompliziert herausgenommen zu werden. In der Regel sind solche Schlauchkörbe derart dimensioniert, dass in ihnen drei Feuerwehrschläuche mit jeweils einer Länge von etwa 15 m abgelegt werden können. Also steht eine Gesamtlänge von 45m zur verfügung. Bei einer Ablage von drei Feuerwehrschläuchen, an deren Enden sich jeweils Verbindungskupplungen befinden, sind diese Schläuche in in dem Schlauchkorb abgelegtem Zustand über ihre jeweiligen Kupplungen miteinander verbunden. Die Ablage erfolgt derart, dass die Schläuche in Zickzacklagen in den Schlauchkorb von einer offenen Schmalseite aus eingebracht werden. |
Ausrüstung



